Sehenswürdigkeiten · Natur & Landschaft

Serra de Tramuntana

Der Gebirgszug, der Mallorca vor dem Massentourismus gerettet hat — nicht durch Zufall, sondern weil hier seit Jahrhunderten Menschenhand das Wasser der Insel steuert.

Blick auf den Puig Mayor in der Serra de Tramuntana

Foto: Lothar Velling, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Kategorie
UNESCO-Welterbe
Dauer
Ganztagesausflug
Eintritt
Kostenlos — einzelne Attraktionen darin gebührenpflichtig
Beste Zeit
Frühling & Herbst

Warum es sich lohnt

Die Serra de Tramuntana zieht sich über 90 Kilometer an der Nordwestküste entlang — und ist seit 2011 UNESCO-Weltkulturerbe. Nicht wegen der Aussicht allein, sondern wegen der Kulturlandschaft: Jahrhundertealte Trockenmauern halten hier Terrassenfelder in Hanglagen, die ohne sie längst abgerutscht wären, und ein Netz aus Kanälen (síquies) verteilt bis heute das Wasser aus den Bergquellen auf die Dörfer darunter — ein System, das die Mauren im Mittelalter angelegt haben und das bis heute funktioniert.

Die Dörfer selbst sind der zweite Grund: Valldemossa mit seiner Kartause, in der Chopin und George Sand einen Winter verbrachten, das Künstlerdorf Deià am Hang mit Blick aufs Meer, und Sóller, das über eine hundertjährige Holz-Straßenbahn mit dem Hafen verbunden ist. Alle drei liegen dicht beieinander, lassen sich aber locker auf einen Tag verteilen, ohne Hetze.

Praktisch

  1. Anfahrt: Von Palma über die Ma-11 in gut 30 Minuten nach Valldemossa, weiter über kurvenreiche Bergstraßen nach Deià und Sóller. Eigenes Auto oder Mietwagen ist die flexibelste Option.
  2. Ohne Auto: Zug von Palma nach Sóller (historische Holzbahn, eine Attraktion für sich), von dort die Straßenbahn zum Hafen.
  3. Parken: In allen drei Dörfern eng und in der Hochsaison voll — früh morgens ankommen oder auf ausgewiesene Parkplätze am Ortsrand ausweichen.
  4. Zeit einplanen: Die Bergstraßen sind kurvenreich und langsamer, als die Kilometerangabe vermuten lässt — für die drei Orte plus Fahrzeit reicht ein Tag knapp.

Der Trick: Die Aussichtspunkte zwischen den Dörfern (z. B. am Mirador de Ses Barques oberhalb von Sóller) sind oft leerer als die Dörfer selbst — und bieten den Blick, für den die meisten überhaupt herkommen.

Werbeplatz — Partner aus der Region.

Weitere Sehenswürdigkeiten